9. Februar 2024 Vom konventionellen Melken zum Melkroboter: Was musst du beachten?

Welche Melkmethode für deinen Betrieb am besten geeignet ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Welche Art von Viehzüchter bist du? Wie sehen die Prozesse in deinem Betrieb aus? Welche Ambitionen hast du für die Zukunft? Fullwood bietet dir sowohl ein konventionelles Melksystem als auch ein automatisches Melksystem. Denkst du darüber nach, auf einen Melkroboter umzusteigen? Die Händler Paul Huijbers (Nooren Melkwinning en Automatisering) und Verkaufsberater Rick Bos (van Winden & de Bie) sagen dir, worauf du achten musst.

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Umstellung auf einen Melkroboter: Ja oder Nein? Bei jeder Umstellung ist eine gute Vorbereitung entscheidend. Wie dir das gelingt? Diesbezüglich gibt dir Rick aus Zuid-Holland, Verkaufsberater und selbst Milchviehhalter, ein paar gute Tipps. „Für eine gute Vorbereitung solltest du prüfen, was in deiner Situation möglich ist, dich über die Situation anderer Bauern informieren und dich zu guter Letzt an Berater wenden, die dir sagen können, worauf du achten musst.

‘Roboterlieferanten können Zeichnungen für dich erstellen, die vollständig auf die Situation in deinem Unternehmen zugeschnitten sind. Dabei berücksichtigen sie unter anderem den Verkehr der Kühe, einen eventuellen Weidegang, Trennungsmöglichkeiten und zum Beispiel den Abstand zwischen Roboter und Maschinenraum.“

Aus einer anderen Perspektive

„Du musst deinen Betrieb aus einer anderen Perspektive betrachten“, fügt Paul hinzu. Als Händler in Noord-Brabant erlebt er viele verschiedene Situationen. „Jeder Stall ist anders und jeder Landwirt hat seine Prozesse anders eingerichtet“, sagt er. „In fast jedem Milchviehbetrieb gibt es kalbende Kühe. Dann muss man sich überlegen, wie man die Kuh nach dem Kalben zum Roboter bekommt. Wo findet die Insemination statt? All diese Dinge müssen bei der Einrichtung deines Stalls für einen Melkroboter berücksichtigt werden.“

„Es dauert immer eine Weile, bis man ein klares Bild davon im Kopf hat“, meint Paul. „Deshalb sind oft mehrere Skizzen nötig, um eine Lösung zu finden, bei der alles optimal angeordnet ist.“

Die alltäglichen Abläufe

Stellst du auf einen Melkroboter um? Dann ändert sich an deinem Arbeitsalltag eine ganze Menge. Als Milchviehhalter weiß Rick das ganz genau. „Mit einem Melkroboter sieht dein Tag wirklich ganz anders aus“, sagt er. „Du übergibst die Kontrolle mehr oder weniger an eine Maschine. Deren Daten helfen dir dann bei der Verwaltung deines Viehbestands.“

Wird man dadurch wirklich zu einem „Automatisierungsbauern“, der den ganzen Tag am Computer sitzt? „Definitiv nicht“, sagt Paul. „Man muss wirklich kein technisches Wunderkind sein. Man arbeitet mit Aufmerksamkeitslisten. Dadurch wird man auf Abweichungen und Tiere aufmerksam gemacht, die Aufmerksamkeit benötigen. Es ist also vor allem ein gutes Instrument, um potenzielle Probleme früher zu erkennen.“

Funktionalitäten

Bevor ein Melkroboter tatsächlich installiert wird, müssen die Händler viel Beratungsarbeit leisten. „Wir besprechen gemeinsam die Möglichkeiten in Bezug auf den Standort des Roboters, die Laufwege und die Prozesse darum herum“, sagt Rick. „Dann besprechen wir auch die erforderlichen Funktionalitäten. Ein automatisches Melksystem ohne zusätzliche Optionen erkennt jede Kuh, melkt sie und sorgt dafür, dass die Milch in den Tank gepumpt wird.“

„Es gibt aber auch interessante Extras, zum Beispiel Halsbänder, mit denen man verschiedene Aktivitäten messen kann. Beispielsweise ob die Kühe brünstig sind, ob sie lahmen oder ob sie richtig wiederkäuen. Solche Daten sorgen dafür, dass du

Unendlich viele Möglichkeiten

„Ein Fullwood-Händler kann auch sehr gut erklären, welche Trennungsoptionen zur Auswahl stehen“, meint Paul. „Sollen sich bestimmte Kühe nach dem Melken in einen oder mehrere Selektionsräume begeben? Möchtest du die Gatter manuell öffnen oder soll das automatisch geschehen? Möchtest du den Melkroboter als Weidegatter einsetzen? Es gibt eine Menge zu bedenken.”

Was auf jeden Fall stimmen muss, sind die Versorgungswege, wie Rick findet. „Melkroboter können in den meisten Liegeboxenställen eingesetzt werden, solange man die Laufgänge berücksichtigt. Hast du zum Beispiel sehr schmale Laufgänge, die die Kühe mindestens dreimal am Tag überqueren müssen, um an die richtige Stelle zu gelangen? Dann kann es sein, dass der Verkehr nicht reibungslos abläuft. Wir Händler sind dazu da, derartige Dinge ehrlich zu benennen.“

2 feste Zeitpunkte pro Tag

Rick empfiehlt, dass du, auch wenn du mit einem Roboter melkst, zweimal am Tag die Arbeiten rund um den Melkroboter durchführst. „Mit einem Melkroboter erledigst du viele Dinge in kurzer Zeit“, erklärt er. „Du holst die Kühe, prüfst, ob sie zu lange nicht gemolken wurden, reinigst den Roboterbereich, säuberst den Laser am Roboterarm und ersetzt den Schlauchfilter.“

„Am besten wählst du für diese Art von Arbeiten zwei feste Zeitpunkte am Tag aus. Das ist nicht nur übersichtlicher für dich selbst, sondern auch entspannter für die Kühe. Kühe sind Gewohnheitstiere. Verbringst du den ganzen Tag im Stall? Dann konzentrieren sie sich nur auf ihren ‚Chef‘, obwohl sie auch ohne dich prima zurechtkommen.“

Eutergesundheit

Der M²erlin Melkroboter von Fullwood erleichtert nicht nur die Arbeit, sondern sorgt auch dafür, dass du als Milchviehhalter viel flexibler sein kannst. „In einem regulären Milchkuhstall ist man an ein festes Arbeitspensum am Morgen und am Abend gebunden“, erklärt er. „Mit einem Roboter bist du weniger an feste Zeiten gebunden. Außerdem werden die Kühe mehrmals am Tag gemolken, wodurch der Druck auf die Euter reduziert wird. Das bedeutet eine bessere Eutergesundheit und eine höhere Milchproduktion.“

Paul hebt die besondere Melktechnik des M²erlin hervor. „Der M²erlin setzt Streampulse-Melken ein, mit diesem Konzept können wir sanft und tierfreundlich melken. Die Zahlen zeigen, dass diese Technik gut funktioniert. Wenn man sich den Zustand der Zitzen ansieht, kann man auch sehen, dass sie schön weich bleiben. Wir raten unseren Kunden, dies sorgfältig zu prüfen.“

Roboter heute und vor 10 Jahren

„Es ist wichtig zu wissen, dass sich die Qualität der Melkroboter in den letzten 10 Jahren verbessert hat“, sagt Paul. „Der größte Unterschied besteht darin, dass die Roboter viel stabiler und zuverlässiger geworden sind. Ein M²erlin Melkroboter fällt heutzutage nicht einfach so von einem Augenblick auf den nächsten aus. Aber als Milchviehhalter muss man trotzdem immer in Bereitschaft sein. Man muss die Stromversorgung im Auge behalten, denn ohne Strom kann der Melkroboter die Kühe nicht mehr melken.“

Und jetzt?

Denkst du über den Kauf eines Melkroboters nach? Dann solltest du frühzeitig einen Händler in die Auswahl einbeziehen. Er hilft dir nicht nur bei der Vorbereitung und bei der Installation des Roboters. Du gehst auch eine Geschäftsbeziehung mit dem Händler ein, die vielleicht 10 bis 20 Jahre andauert. Deshalb solltest du dich nicht von heute auf morgen entscheiden , sondern eine zuverlässige Marke und einen Händler auswählen, bei dem du ein gutes Gefühl hast.

Mehr erfahren?

Brauchst du Hilfe bei der Umstellung auf einen Melkroboter? Hier findest du die Liste der Fullwood-JOZ-Händler in deiner Nähe.

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